DaimlerChrysler prüft neue Graumarktgeschäfte - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler prüft neue Graumarktgeschäfte

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei DaimlerChrysler geht die Konzernrevision Hinweisen auf neue Graumarktgeschäfte nach. Danach soll ein nicht autorisierter Verkäufer in Deutschland mehrere hundert Smarts mit Preisnachlässen von über 30 Prozent anbieten. Pikant an der Untersuchung: Die Fahrzeuge sollen aus Italien stammen, wo Wolfgang Schrempp, der jüngere Bruder von DaimlerChrysler-Boss Jürgen Schrempp, für die Geschäfte des Konzerns verantwortlich ist. Die Autos sollen in Italien mit einem hohen Preisnachlass an einen Autovermieter verkauft worden sein, der sie aber nicht in seiner Flotte einsetzte, sondern hierzulande auf den Markt brachte. Smart- Händler in Deutschland, die ohnehin schon verärgert darüber sind, dass der Konzern die Modellpalette der Marke zusammenstreicht und den Roadster vom Markt nimmt, haben sich über die unerwünschte Billigkonkurrenz beschwert. Die DaimlerChrysler- Revision prüft jetzt, wer für den Verkauf der Fahrzeuge an den Graumarkthändler verantwortlich ist und vor allem, ob die italienische Vertriebsorganisation wusste, dass der Käufer die Wagen nicht für den eigenen Bedarf erwirbt. Dann hätten die DaimlerChrysler-Manager gegen die internen Richtlinien verstoßen und müssten mit Konsequenzen rechnen. Wolfgang Schrempp war zu einer Stellungnahme nicht bereit. Im Konzern heißt es, er sei an der Aufklärung der Vorwürfe beteiligt.