McDonald's-Chef will in Debatte um gesündere Ernährung künftig "den Ton angeben" - DER SPIEGEL
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McDonald's-Chef will in Debatte um gesündere Ernährung künftig "den Ton angeben"

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McDonald's möchte bei der Debatte um gesündere Ernährung künftig "den Ton angeben", sagte Jim Skinner, Vorstandschef des weltgrößten Fast-Food-Riesen anlässlich seines ersten Interviews, das er der deutschen Presse gab, dem Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Zwar habe sein Konzern "das Problem der Übergewichtigkeit nicht verursacht. Aber wir wollen Teil der Lösung sein". McDonald's habe "durchaus die Möglichkeit, die Macht, aber auch die Verantwortung", bei dem in den USA bereits heftig umkämpften Thema federführend zu sein. Zu den inzwischen anhängigen Klagen übergewichtiger Amerikaner gegen McDonald's und andere Branchengrößen sagte Skinner: "Da wird sich hoffentlich vor Gericht der gesunde Menschenverstand durchsetzen." Am Ende gehe es dabei "wohl um Anwälte, die vor allem ein Ziel verfolgten: sich die eigenen Taschen zu füllen". Solche Klagen seien mit den milliardenschweren Schadensersatzprozessen in der Tabakindustrie aber "nicht vergleichbar". Skinner zum SPIEGEL: "Essen ist lebensnotwendig, Rauchen nicht." Skinner, erst seit Ende 2004 im Amt, hofft derweil vor allem auf Wachstumsmärkte wie China. In Deutschland sei das Geschäft "kompliziert geworden", sagte er dem SPIEGEL: "In den letzten Jahren sind wir gegenüber unseren eigenen Gewinnerwartungen in Deutschland etwas abgerutscht." Skinner weiter: "Ich denke, die allgemeine wirtschaftliche Lage und die Stimmung im Land spielen da eine Rolle." Allerdings gingen die Umsätze "inzwischen wieder in die richtige Richtung".