Bundeswehr schickt Soldaten in den Südsudan
Die Bundeswehr wird sich mit 50 Soldaten an einer Uno-Friedensmission im Südsudan beteiligen. Das Bundeskabinett will den Einsatz bei seiner Sitzung an diesem Mittwoch beschließen. Bereits kommende Woche soll der Bundestag dem Marschbefehl nach Afrika zustimmen. Die Soldaten werden einer Gruppe von 750 Militärbeobachtern angehören. Sie sind Teil einer 10000 Mann starken Blauhelm- Truppe. Sie soll im Süden und Osten des Sudan ein Friedensabkommen sichern, das die muslimische Militärregierung in Khartum und christliche Rebellengruppen im Januar nach 21-jährigem Bürgerkrieg geschlossen hatten. Die Kosten für die zunächst sechsmonatige Entsendung der Bundeswehr schätzt das Verteidigungsministerium auf bis zu 1,3 Millionen Euro. Aus der Afrika-Mission dürfte allerdings eher ein Langzeiteinsatz wie in Afghanistan oder auf dem Balkan werden: Die Uno hat - vorerst - eine Dauer von sechseinhalb Jahren veranschlagt.