DaimlerChrysler-Aufsichtsräte wegen privater Geschäfte mit dem Konzern in der Kritik - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler-Aufsichtsräte wegen privater Geschäfte mit dem Konzern in der Kritik

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Zwei Aufsichtsräte des DaimlerChrysler-Konzerns geraten wegen privater Geschäfte mit dem Unternehmen in die Kritik. Der ehemalige Bertelsmann-Chef Mark Wössner erhielt in den Jahren 2002, 2003 und 2004 jeweils Mieteinnahmen in Höhe von einer Million Euro von einer hundertprozentigen DaimlerChrysler-Tochter, berichtet DER SPIEGEL. Der Zeitschriftenverleger und DaimlerChrysler-Aufsichtsrat Earl Graves erhielt von 2002 bis 2004 von dem Konzern insgesamt Anzeigen für sein US-Magazin "Black Enterprise" im Wert von 2,39 Millionen US-Dollar. Bei Wössner basiert die geschäftliche Verbindung mit DaimlerChrysler auf einer privaten Beteiligung am Wohnmobilhersteller Westfalia. Mit zwei Freunden war Wössner 1993 bei dem Unternehmen eingestiegen. 1998 wurde er in den Aufsichtsrat von Daimler-Benz gewählt. 1999 übernahm DaimlerChrysler zunächst 49 Prozent, 2001 schließlich die restlichen 51 Prozent der Westfalia Van Conversion. Das ist eine Tochter von Westfalia, in die das Geschäft mit dem Wohnmobilausbau ausgegliedert wurde. Wössner sagte dem SPIEGEL, er habe den Verkauf "nicht eingefädelt und auch nicht persönlich verhandelt". Er ist noch mit einem Drittel an der einstigen Muttergesellschaft beteiligt, der die Grundstücke und Gebäude gehören, die von der Westfalia Van Conversion gemietet sind. Deshalb erhält er Mieteinnahmen von der DaimlerChrysler-Tochter. Die Zahlungen an die Aufsichtsräte Graves und Wössner sind in der Daimler- Chrysler-Bilanz ausgewiesen. Wössner sieht in den Mieteinnahmen "keinerlei Interessenkonflikt" mit seiner Aufgabe als Aufsichtsrat des DaimlerChrysler-Konzerns.