Neues Milliardenloch bei Krankenversicherungen - DER SPIEGEL
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Neues Milliardenloch bei Krankenversicherungen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein neues Milliardenloch droht der gesetzlichen Krankenversicherung: Die Arzneimittelkosten sind dramatisch angestiegen. Laut einer internen Übersicht mussten die mitgliederstarken Ortskrankenkassen im ersten Quartal des Jahres etwa 20 Prozent mehr für Pillen und Salben ausgeben als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres. Einzelne Betriebskrankenkassen hatten sogar einen Ausgabenanstieg von 25 Prozent zu verkraften. Sollte sich dieser Trend bei den Pillenkosten fortsetzen, würde dies in diesem Jahr zu einer Mehrbelastung der Kassen von rund vier Milliarden Euro führen. In Alarmstimmung versetzt ist Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD). Sie hat mehrfach angekündigt, dass in diesem Jahr die Beiträge zur Krankenkasse weiter sinken würden. Bei ihrer Planung war sie aber davon ausgegangen, dass die Ausgaben stabil bleiben würden.