Euro-Münzen mit Konterfei des verstorbenen Papstes bei Sammlern beliebt - DER SPIEGEL
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Euro-Münzen mit Konterfei des verstorbenen Papstes bei Sammlern beliebt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Tod von Papst Johannes Paul II. hat nicht nur einen bislang ungeahnten Pilgerstrom nach Rom ausgelöst. Nach der Beisetzung des Pontifex erwarten Fachleute einen weiteren Ansturm von Anhängern, die einen Blick auf das Antlitz des verstorbenen Kirchenoberhaupts werfen wollen - in Münzform. Ab Anfang Mai gibt der Vatikan den alljährlich erscheinenden Satz von acht Euro-Geldstücken heraus, die nach den Regularien das Bild des amtierenden Papstes tragen müssen. Die Münzen, die so gut wie nie als reguläres Zahlungsmittel eingesetzt werden, sind bei Sammlern heiß begehrt, da von ihnen in der Regel nur 100 000 Exemplare in Umlauf gebracht werden. Die Produktion der aktuellen Münzen mit Karol Wojtylas Konterfei war schon so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr gestoppt werden konnte - und nun die Begehrlichkeit passionierter Numismatiker weckt. Bereits jetzt werden normale Münzsätze aus vergangenen Jahren mit dem Kaufpreis von 25 Euro für bis zu 1000 Eur o gehandelt. Weil der nächste Papst, der in diesem Monat gewählt wird, erst im April 2006 auf den neuen Euro-Münzen des Vatikans prangt, wollen die katholischen Währungshüter in der Zwischenzeit eine sogenannte Sedisvakanz- Prägung herausgeben. Ihre Stücke dürften ähnlich gefragt sein wie die demnächst erscheinenden vatikanischen Euro-Münzen mit Johannes Paul II.