US-Anleger verklagen die Bundesregierung wegen 80 Jahre alter Anleihen - DER SPIEGEL
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US-Anleger verklagen die Bundesregierung wegen 80 Jahre alter Anleihen

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US-Anleger rund um den umstrittenen Anwalt Ed Fagan verklagen die Bundesregierung vor dem Federal Court in Florida auf die Rückzahlung von 7,853 Milliarden Dollar - und wollen die Klageschrift nächste Woche in Berlin überreichen. Den prozessfreudigen Amerikanern gehören Dawes- und Young-Anleihen, die in den zwanziger Jahren zur Finanzierung der Reparationszahlungen vor allem an US-Bürger verkauft wurden. Ein Großteil der sogenannten Goldbonds wurde von der Bundesrepublik bereits vor vielen Jahren zurückgekauft. Doch immer noch gibt es Anleihen auf dem Markt. Der heutige Wert ist umstritten. (SPIEGEL 49/2004). Neben der Bundesrepublik verklagen die in der German Goldbond Redemption Group zusammengeschlossenen Anleger auch US-Banken wie J.P. Morgan, den Citibank-Vorläufer und die von der Deutschen Bank gekaufte Bankers Trust, die damals die Anleihen verkauft haben. Fagan hat bereits im April eine weitere Klage in New York eingereicht, um Bundesregierung, Bundesbank, Commerzbank und Institutionen in den USA zu Zeugenaussagen über die Goldbonds zu zwingen. Dort ist für Mai eine öffentliche Anhörung anberaumt.