NS-Vergangenheit Künast lässt Mitarbeiter überprüfen
Auch Landwirtschaftsministerin Renate Künast will nun die nationalsozialistische Vergangenheit ihres Hauses aufarbeiten. Auslöser ist die Debatte im Auswärtigen Amt um Nachrufe für Diplomaten mit NS-Biografie.
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Berlin - Künasts Ministerium ehrte nach Informationen des SPIEGEL bislang verstorbene Mitarbeiter ohne Rücksicht auf deren Rolle im "Dritten Reich". Ob der Verstorbene beispielsweise früher Mitglied der NSDAP war, sei bislang "nicht besonders geprüft" worden, so eine Sprecherin.
Künast ordnete daher an, vor einem Nachruf die Personalunterlagen künftig "auf Hinweise auf eine NS-Vergangenheit des Verstorbenen zu prüfen". Zudem will sie die Geschichte des Vorläufers ihres Hauses, des "Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft", erstmals systematisch von Historikern erforschen lassen.