DekaBank will sich bei Abwahl von Deutsche-Börse- Aufsichtsratschef Breuer der Stimme enthalten - DER SPIEGEL
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DekaBank will sich bei Abwahl von Deutsche-Börse- Aufsichtsratschef Breuer der Stimme enthalten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Für Rolf Breuer, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Börse, wird es eng. Geht es nach dem Willen einiger Großaktionäre, soll er auf der Hauptversammlung am 25. Mai abgewählt werden. Auch ein deutscher Anteilseigner, die Fondsgesellschaft Deka, will ihm die Gefolgschaft verweigern. "Wir werden uns bei dem Abwahlantrag gegen Breuer der Stimme enthalten", kündigt Fritz Oelrich, Vorstandschef der DekaBank, an. Damit haben die kritischen Aktionäre um den britischen Hedgefonds TCI einen Bundesgenossen aus Deutschland gefunden. Hintergrund der Deka-Entscheidung könnte sein, dass Breuer als früherer Präsident des Bankenverbandes die Sparkassenorganisation immer wieder mit teilweise harscher Kritik bedachte. Nur noch sieben Prozent der Aktien der Deutschen Börse, so heißt es, befinden sich in der Hand deutscher Investoren. Das liegt daran, dass viele deutsche Fondsgesellschaften die Anteile gegen eine Gebühr an andere Investoren verliehen haben, um die Erträge ihrer Fonds zu steigern. Auch die Stimmrechte auf der Hauptversammlung gehen auf den Entleiher über.