Unglücksfabrik in Bangladesch produzierte auch für deutsche Firmen Textilien - DER SPIEGEL
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Unglücksfabrik in Bangladesch produzierte auch für deutsche Firmen Textilien

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Anders als ursprünglich angenommen wurde in der vor vier Wochen eingestürzten Textilfabrik in Savar, Bangladesch, doch auch für mehrere deutsche Firmen produziert. Der nächtliche Unfall in der illegal auf neun Etagen aufgestockten Fabrik, bei dem über 70 Menschen – darunter auch Minderjährige – ums Leben kamen, gehört zu den schwersten in der Geschichte der Textilindustrie des Landes. KarstadtQuelle- Sprecher Jörg Howe erklärt inzwischen, dass die eigene Versandhandelstochter Neckermann insgesamt neun Aufträge direkt an die betroffene Fabrik Spectrum Sweaters Ltd. vergeben habe. Der letzte stamme allerdings aus dem April 2004. Howe kann zurzeit noch nicht endgültig ausschließen, dass Subunternehmer von Neckermann auch danach noch mit der Fabrik zusammengearbeitet haben. Auch die Hamburger Rehfeld-Gruppe und die Steilmann GmbH, die sich ihrer "hohen Sozialstandards" rühmt, sollen in Savar produziert haben, sagt Lorenz Berzau von der Monitoring-Organisation Business Social Compliance Initiative in Brüssel (BSCI), bei der Steilmann selbst Mitglied ist. Diese Woche will die BSCI vor Ort mit den Untersuchungen zur Katastrophe beginnen.