Bundesverfassungsgericht verlängert Auslieferungsstopp für mutmaßliches al-Qaida-Mitglied
Das Bundesverfassungsgericht hat den Auslieferungsstopp für den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli vorzeitig um weitere drei Monate verlängert. Der Hamburger Geschäftsmann, der dem Terrornetzwerk al-Qaida angehört haben soll, stand im vergangenen November auf Grund des neu geschaffenen Europäischen Haftbefehls vor seiner Auslieferung nach Spanien. Auf Beschwerde des 1990 eingebürgerten gebürtigen Syrers stoppte das Verfassungsgericht die Auslieferung vorläufig, seit Oktober 2004 sitzt der mutmaßliche Terrorhelfer in Auslieferungshaft. Beobachter werten die Verlängerung des Auslieferungsstopps als Zeichen, dass die Verfassungsbeschwerde Darkazanlis Aussicht auf Erfolg haben dürfte. Die Entscheidung des Gerichts über den Europäischen Haftbefehl wird nun bis zum Ablauf des Auslieferungsstopps Ende August erwartet.