Revolutionäres Sponsoring-Konzept bei Bundesliga- Aufsteiger 1. FC Köln
Der Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln geht beim Sponsoring neue Wege. Als erster deutscher Proficlub werden die Rheinländer ab der Saison 2005/06 auf ihren Trikots nicht für ein Produkt werben, sondern für ein Land: Zypern, die drittgrößte Insel im Mittelmeer, will damit seinen Bekanntheitsgrad als Ferienziel auf dem deutschen Markt steigern. Der Verein gewährt dem Hauptsponsor weit mehr als die üblichen Werbeformen wie den Namenszug an der Bande, auf der Spielerbrust oder am Revers des Trainersakkos: Künftig werden die FC-Profis ihr Wintertrainingslager in Zypern aufschlagen, zyprische Trainer werden zur Fortbildung nach Köln entsandt und im Rheinenergiestadion wird ein Reisebüro eingerichtet, das Mitgliedern und Fans des Clubs Zypern-Reisen zu Sonderkonditionen anbietet. Eingefädelt und abgewickelt hat den Deal die zyprische Investorengruppe Satena, die mit diversen Bauprojekten einen höherwertigen Tourismus etablieren will und bei den Verhandlungen mit dem 1. FC Köln den Kaufhof und den Rewe-Konzern ausgestochen hat. Der Bundesligist kassiert 4,35 Millionen Euro pro Saison, Zyperns Tourismusbehörde erhofft sich mittelfristig eine Verdopplung der Zahl der deutschen Urlauber auf über 300.000 jährlich.