Harald Schmidt schwört dem Begriff des "Unterschichtenfernsehens" ab
ARD-Entertainer Harald Schmidt will den von ihm populär gemachten Begriff des "Unterschichtenfernsehens" nicht mehr verwenden. "Als mir klar wurde, welche Lawine ich damit lostrat, habe ich den Begriff aus dem Repertoire genommen", sagte Schmidt in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Ähnliches habe er bereits erlebt, als er nach etlichen Polen-Witzen "plötzlich der Feind des gesamten polnischen Volkes war. Das muss ich nicht wieder haben", sagte Schmidt.
Trotz der aktuellen kabarettistischen Steilvorlagen rund um die Berliner Neuwahlen will der TV-Entertainer nicht öfter in der ARD auftreten, die ihn "so herzlich" umarme, "dass mir die Luft wegbleibt", sagte Schmidt dem SPIEGEL: "Mein Ehrgeiz hin zu mehr Output hält sich in sehr engen Grenzen." Zudem sei die Woche mit Beckmann, Maischberger und ihm "Teilzeitarbeit in Vollendung".
Auf die Frage, wer sich im Jahr seiner Fernsehabstinenz verändert habe, er oder die Republik, antwortete Schmidt dem SPIEGEL: "Eindeutig ich. Es gibt inzwischen wahnsinnig viel, was mich einfach nicht mehr aufregt. Das ist so eine Beckenbauermäßige Attitüde: Macht's as hoit, oder losst's as, eh wurscht."