Müntefering distanziert sich klar von Grünen; Große Koalition "keine Sünde"
Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering grenzt sich deutlich von den Grünen ab. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL sagte er: "In der besonderen Situation, wie wir sie jetzt haben, erfordert der Wahlkampf eine absolute Konzentration auf das Eigene." So sei es schon 1998 gewesen, als Rot-Grün, so Müntefering, "eher eine zufällige Koalition wurde". Es handele sich um "ein Zweckbündnis und keine Liebesheirat". Befragt zu möglichen Koalitionen nach der Wahl sagte der SPD-Chef: "Wenn sich die Möglichkeit ergibt, wird das bisherige Bündnis fortgesetzt." Auch die Große Koalition ist für ihn eine Option: "Das gibt es in Schleswig-Holstein, und das hat es auch auf Bundesebene schon einmal gegeben.Es ist keine Sünde, aber nichts, was ich suche." Seinen Parteifreunden riet Müntefering, sich nicht auf eine vermeintlich bequemere Oppositionsrolle einzustellen: "Ich bin immer für das Regieren, das ist gar keine Frage."