Sudan blockiert Bundeswehreinsatz - DER SPIEGEL
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Sudan blockiert Bundeswehreinsatz

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Weit früher als gedacht könnte der erst im April vom Parlament genehmigte Bundeswehr- Einsatz im Sudan enden. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) erwägt, die Entsendung von bis zu 75 Soldaten abzublasen, die als Militärbeobachter in einer rund 10000 Mann starken Uno-Truppe dienen sollen. Hintergrund ist eine Blockade-Politik der sudanesischen Regierung. Sie versucht trickreich, den Aufmarsch der Uno-Soldaten zu bremsen: So erhielten die ersten vier Bundeswehr- Stabsoffiziere, die kürzlich in die Hauptstadt Khartum reisten, nur ein Visum für vier Wochen - obwohl die Uno-Mission gut sechs Jahre dauern soll. Auch ein Stationierungsabkommen mit der Uno, das Visa überflüssig machen würde, wird blockiert. Zudem halten auch andere Länder Zusagen an die Uno offenbar nicht ein: Statt der geplanten 10 000 Soldaten stehen der Weltorganisation bisher erst 1500 zur Verfügung. Die Blauhelme sollen ein Friedensabkommen sichern, das Khartum nach 21-jährigem Bürgerkrieg mit Rebellen im Süden geschlossen hatte. Nach einem Treffen mit Uno-Generalsekretär Kofi Annan in New York will Struck Ende Juni entscheiden, ob der Sudan-Einsatz gestoppt wird.