Erbitterter Machtkampf bei der HypoVereinsbank: Schmidt oder Rampl - einer der beiden muss gehen
Im Zuge der geplanten Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) durch die italienische Unicredito wird entweder der Aufsichtsratsvorsitzende Albrecht Schmidt oder der Vorstandschef Dieter Rampl seinen Job verlieren. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL unter Berufung auf Verhandlungskreise. Schmidt boykottiere den Deal. Sollte die Unternehmensehe zustandekommen, wäre für Schmidt kein Platz mehr in der neuen Bank. Sollte der Deal jedoch platzen, sei Rampl nicht mehr zu halten. Die geplante Übernahme ist von Rampl und seinem Finanzvorstand Wolfgang Sprißler über Monate verhandelt worden - und bis auf wenige Details abschlussreif. Derzeit beschäftigen sich verschiedene staatliche Aufsichtsbehörden mit dem Vorhaben, doch auch an der sogenannten "due diligence", der Durchsicht des HVB-Datenraumes durch die italienischen Kaufinteressenten, könnte der Deal noch scheitern. Im Gegensatz zu weit reichenden Spekulationen habe die Unicredito, eine klassische Privatkundenbank, keinerlei Interesse an einem Verkauf des Deutschland-Geschäftes der HVB, die in Bayern 15 Prozent des Marktes beherrscht.