Gregor Gysi warnt vor dem Scheitern des Linksbündnisses
Der PDS-Spitzenkandidat für die Bundestagswahlen, Gregor Gysi, hat vor dem Scheitern des von ihm angestrebten Linksbündnisses mit der westdeutschen WAsG gewarnt: "Es wäre gefährlich, wenn die Leute das Gefühl haben, wir streiten über Namen und Posten und nicht über die Probleme im Land." Er rief seine Partei dazu auf, die Umbenennung der PDS in "Demokratische Linke. PDS" zu beschließen. "Wenn die PDS sich jetzt nicht ändert, reduziert sie sich selbst und für lange Zeit zur Ostpartei. Das muss jeder wissen, der das Projekt bemäkelt." Zugleich bekräftigte Gysi seine klare Absage an jede Zusammenarbeit mit der SPD nach der Bundestagswahl: "Keine Stimme für Schröder". Er unterstrich ebenfalls die Unterschiede zu Positionen Oskar Lafontaines. Es gebe viel Übereinstimmung, aber "auch Differenzen." Konkret bezog er dies auf Lafontaines Sympathie für Asylbewerber-Auffanglager in Afrika. Gysi: "Das lehne ich natürlich ab." Ebenso distanzierte er sich von dem Gebrauch des Wortes Fremdarbeiter, mit dem Lafontaine vergangene Woche ausländische Arbeitnehmer bezeichnet hatte. "Das ist nicht mein Vokabular", so Gysi. Das Verhältnis zu Lafontaine erklärt er so: "Wir wollen zusammen arbeiten, nicht heiraten."