Hamburger Spende für Pinochet - DER SPIEGEL
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Hamburger Spende für Pinochet

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Chiles Ex-Diktator Augusto Pinochet kann immer noch auf vermögende Freunde zählen. Auf das New Yorker Konto der Pinochet-Stiftung, die unter anderem die englischen Prozesskosten des Tyrannen übernommen hat, flossen von 1999 bis 2004 insgesamt 2,2 Millionen US-Dollar. Laut eines Berichts des US-Senats stammten davon 250.000 Dollar aus Deutschland. Das Geld kam am 26. April 2002 an. Als Absender fungierte die Ivoryseas Marine Co. Ltd. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) begann kürzlich, die Angelegenheit zu untersuchen: Das Konto führt demnach die Hamburger Privatbank Conrad Hinrich Donner, eine Tochter des Versicherungskonzerns Signal Iduna. Eine Geldwäscheverdachts-Anzeige der Bank löste bei der Hamburger Staatsanwaltschaft entsprechende Ermittlungen aus. Das Geld soll von einer reichen chilenischen Familie mit deutschen Wurzeln stammen. "Keine Stellungnahme", heißt es bei der Donner Bank.