Pharmaindustrie fordert Unterstützung von der Regierung im Kampf gegen gefälschte Arzneimittel
Vertreter der Pharmaindustrie haben die Bundesregierung aufgefordert, mit ihr zusammen die Einfuhr und den Vertrieb gefälschter Arzneimittel in Deutschland zu bekämpfen. In einem gemeinsamen Brief an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Innenminister Otto Schily warnen die Chefs von Abbott, GlaxoSmithKline, Hoffmann- LaRoche, Lilly, MSD und Pfizer vor "ganz erheblichen Gesundheitsgefahren für die deutsche Bevölkerung", wenn der zunehmende Verkauf falscher Arzneimittel vor allem über das Internet nicht gebremst werde. Die Pharmachefs schlagen vor, mit einem gemeinsamen Aktionsplan gegen die inzwischen international vernetzten Fälscherringe vorzugehen. Konkreter Anlass für den Vorstoß sind Ermittlungen gegen den US-Amerikaner Richard Adler, der von Mallorca aus in ganz Europa falsche Medikamente über das Internet vertreiben soll. Gegen Adler hatte das Amtsgericht Augsburg im Februar einen Strafbefehl über 72.000 Euro verhängt.