Arbeitgeber distanzieren sich von Tarifplänen der Union - DER SPIEGEL
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Arbeitgeber distanzieren sich von Tarifplänen der Union

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Arbeitgeber gehen auf Distanz zu den Plänen der Unionsparteien, mit Hilfe gesetzlicher Öffnungsklauseln sogenannte betriebliche Bündnisse für Arbeit zu ermöglichen. Das geht nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL aus dem Entwurf für eine Grundsatzerklärung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hervor, die das BDA-Präsidium in der kommenden Woche beschließen will. Demnach unterstützen die Arbeitgeber zwar die Unionspläne für eine gesetzliche Regelung. Doch müssten "tarifvertragliche Öffnungsklauseln Vorrang haben", heißt es in dem Papier. Zudem sei die Erweiterung von "betrieblichen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Flächentarife in erster Linie Aufgabe der Tarifparteien". Eine gesetzliche Regelung solle dagegen nur dort greifen, wo die Gewerkschaften tarifliche Öffnungsklauseln blockierten. Nach den Plänen der Union dürfen Unternehmen künftig im Rahmen sogenannter Bündnisse für Arbeit befristet von den Tarifbestimmungen zu Löhnen oder Arbeitszeiten abweichen, wenn eine qualifizierte Mehrheit der Beschäftigten dem zustimmt.