VW-Markenchef Bernhard sieht "massive Probleme" bei Volkswagen - DER SPIEGEL
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VW-Markenchef Bernhard sieht "massive Probleme" bei Volkswagen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wolfgang Bernhard, der neue Chef der Markengruppe Volkswagen, sieht VW in einer ernsten Krise. "Wir müssen erkennen, dass wir massive Probleme haben, die wir sofort anpacken müssen", sagte er dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Marke habe eine "relativ große Durststrecke" vor sich, "weil wir im Prinzip unser Modellfeuerwerk weitgehend abgefeuert haben" mit der Einführung von Touran, Golf und Passat. Bernhard will trotz eines Sparprogramms fünf bis zehn zusätzliche neue Fahrzeuge entwickeln. "Wir können bei Volkswagen in der Kürze der Zeit nur auf bestehenden Fahrzeugarchitekturen aufbauen. Etwas völlig Neues zu erfinden ist zu teuer und dauert zu lange." Der VW-Chef kann sich deshalb "selbstverständlich" auch vorstellen, auf Plattformen und Teile der Konzernschwester Audi zurückzugreifen: "Wir sind ein Konzern, der Feind sitzt draußen, nicht drinnen", sagt er.

Bernhard glaubt, dass seine Aufgabe durch die aktuelle Affäre um den VW-Betriebsrat "eher schwieriger als leichter geworden" ist. "Vor uns liegt eine schwierige Wegstrecke", sagt er, und "in schwierigen Zeiten ist Vertrauen besonders wichtig".