Roland Koch will Körperschaftsteuer auf 12 Prozent senken - DER SPIEGEL
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Roland Koch will Körperschaftsteuer auf 12 Prozent senken

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In der Union wächst der Streit um eine Reform der Unternehmensbesteuerung. Roland Koch, der zusammen mit seinem Finanzminister Karlheinz Weimar einen Teil des Wahlprogramms der Union vorbereitet hat, plant eine kostspielige Entlastung der Kapitalgesellschaften. Nach den Vorstellungen des hessischen Ministerpräsidenten soll es auf keinen Fall bei einer Senkung der Körperschaftsteuer von 25 auf 22 Prozent Anfang 2007 bleiben, zumal die Gewerbesteuer mit 13 Prozent noch oben drauf kommt. Eine solche Gesamtbelastung hält Koch für nicht wettbewerbsfähig, deshalb soll die Körperschaftsteuer in mehreren Schritten weiter fallen. "Die Gewinnsteuer der Kapitalgesellschaften muss auf unter 30 Prozent sinken, am besten auf 25 Prozent", empfiehlt Weimar. Damit betrüge die Körperschaftsteuer letztlich nur noch 12 Prozent. Die Experten im hessischen Finanzministerium schätzen, dass deutsche Unternehmen wegen der hohen Steuerbelastung derzeit 50 bis 80 Milliarden Euro nicht in Deutschland versteuern. In der Spitze der Union hält man die Pläne der Hessen für abenteuerlich. "Das ist einfach nicht finanzierbar, weder der Bund noch die Länder verkraften Ausfälle in Milliardenhöhe", sagt ein enger Vertrauter von Parteichefin Angela Merkel. Trotz der Kritik will Weimar weiter an seinem Konzept arbeiten. Zusammen mit seinen Finanzministerkollegen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen möchte er für sein Konzept werben.