Europas Seen und Flüsse in erbärmlichem Zustand
Zum ersten europäischen Flussbadetag werden erschreckende Zahlen über den Zustand der Oberflächengewässer in der EU bekannt. Mit Ausnahme der Quellflüsse und eines Teils der Voralpenseen seien die meisten Wasserläufe und Seen in einem "erbärmlichen Zustand", urteilt das European Rivers Network. Bis 2015 werde etwa die Hälfte dieser Gewässer nicht den "ökologisch guten Zustand" erreichen können, den die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert. Im Gegensatz dazu habe sich die Qualität von Rhein und Elbe "spektakulär" verbessert. Mit einem "Big Jump" wollten am vorigen Wochenende mehrere zehntausend Menschen an über 200 Badestellen entlang von 30 Flüssen ins Wasser gehen. Für den nächsten europäischen Badetag ist Uno-Umweltchef Klaus Töpfer von den Organisatoren sowie dem Projektträger Gruner + Jahr gebeten worden, seinen Sprung in den Rhein aus dem Jahre 1988 zu wiederholen.