Dritte Startbahn am Münchner Flughafen war lange geplant - DER SPIEGEL
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Dritte Startbahn am Münchner Flughafen war lange geplant

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Die Erweiterung des Münchner Flughafens um eine dritte Start- und Landebahn, die vergangene Woche vom Aufsichtsrat der staatlichen Betreibergesellschaft beschlossen wurde, war offenbar schon länger geplant als offiziell bekannt. Das lässt sich aus den Bau- und Ausschreibungsunterlagen für der vor gut zwei Jahren eröffnete Terminal 2 schließen. Noch bei der Fertigstellung des 1,5 Milliarden Euro teuren Gebäudes im Juni 2003 hatte es geheißen, der neue Terminal sei für maximal 25 Millionen Gäste ausgelegt. Details der Bauplanung deuten hingegen darauf hin, dass die Flughafenmanager sowie die Eigentümer - der Bund, das Land Bayern und die Stadt München - schon damals beabsichtigten, dort später rund 40 Millionen Passagiere abzufertigen. Die Gepäckförderanlage, eine der modernsten der Welt, wurde von Anfang an so konstruiert, dass sie solche Gästescharen bewältigen kann. Unter dem Rollfeld haben Tiefbauarbeiter sogar schon einen separaten Versorgungsschacht und einen weiteren Tunnel gegraben, durch den die Passagiere nach 2010 zu ihren Flugsteigen gelangen sollen. Auch die zentrale Gepäckstation auf dem Vorfeld wurde von vornherein großzügig dimensioniert. Spätestens zur Inbetriebnahme der neuen Piste soll das Gebäude aufgestockt und zu einem Satelliten-Terminal erweitert werden, an dem bis zu 24 Flugzeuge andocken können.