Flugbereitschaft der Bundeswehr wird für 17 Millionen Euro modernisiert - DER SPIEGEL
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Flugbereitschaft der Bundeswehr wird für 17 Millionen Euro modernisiert

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, die Flugbereitschaft der Regierung zu privatisieren, werden die VIP-Jets vom Typ "Challenger" jetzt auf Kosten der Steuerzahler modernisiert. Die Cockpits der rund 20 Jahre alten Flugzeuge sollen für 17 Millionen Euro eine neue Elektronik-Ausstattung erhalten. Dazu gehört auch ein digitales Kommunikationssystem, mit dem die sechs Flieger per Satellit weltweit erreichbar sein werden. Die Bundeswehr zieht so Konsequenzen aus der Flugaffäre der Grünen-Minister Renate Künast und Jürgen Trittin: Die beiden wollten im Herbst 2003 zwar per Linie nach Brasilien reisen, hatten aber für Kurztrips innerhalb des Amazonas-Staats einen der komfortablen VIP-Flieger der Luftwaffe bestellt. Die Order wurde kurzfristig storniert, als das Verteidigungsressort auf Recherchen des SPIEGEL hinwies. Die "Challenger" war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon Richtung Brasilien unterwegs. Weil die Jets mit veralteten Kurzwellen-Funkgeräten bestückt sind, konnte die Crew erst bei einem Tankstopp auf Gran Canaria in die Heimat zurückbefohlen werden. Der Bundesrechnungshof monierte danach unnötige Kosten von 96 000 Euro und rügte die Funkanlage als "bedenklich": Hochrangige Regierungsmitglieder, so die Prüfer, müssten "jederzeit erreichbar sein".