Schwere Vorwürfe gegen Infineon-Finanzvorstand - DER SPIEGEL
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Schwere Vorwürfe gegen Infineon-Finanzvorstand

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Nach der Affäre um verbotene Schmiergelder für den früheren Infineon-Vorstand Andreas von Zitzewitz gerät nun mit Finanzvorstand Peter Fischl ein weiterer Top-Manager der Chipfirma unter Rechtfertigungsdruck. Auslöser ist eine öffentlich zugängliche Klage, die das deutsch-amerikanische Architekturbüro TEC-PMC demnächst vor einem Gericht in Los Angeles einreichen will. Darin erheben die Inhaber schwere Vorwürfe gegen Fischl im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Münchner Konzernzentrale "Campeon". In dem elfseitigen Papier werfen die TECEigner Fischl und seinen Kollegen unter anderem vor, sie durch Androhung rechtlicher Schritte daran gehindert zu haben, öffentlich den Vorwurf zu entkräften, sie verdankten den inzwischen gekündigten Planungsauftrag für die Konzernzentrale der Protektion durch den damaligen Infineon-Chef Ulrich Schumacher. Ein Konzernsprecher bestreitet die Darstellung und verweist auf Verschwiegenheitspflichten, denen die TEC-Manager zugestimmt hätten. In dem Schriftsatz schüren die TEC-Anwälte zudem erneut den Verdacht, Fischl und die Infineon-Führung hätten eine komplizierte Umwegkonstruktion gewählt, um den Bau nicht in der Bilanz ausweisen zu müssen. Nach Konzernauskunft wurde das Leasing-Modell von einer Prüfungsgesellschaft testiert und soll nun erneut untersucht werden. Dem US-Verfahren war unter anderem ein Brief von Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley vom 1. Dezember 2004 vorausgegangen. "Wenn Sie das unsinnige USA-Verfahren tatsächlich eröffnen lassen", droht er darin den Architekten, "wird Infineon sich die damit verbundenen Kosten hier in Deutschland von Ihnen wiederholen."