CSU-Chef Stoiber verärgert die CDU - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

CSU-Chef Stoiber verärgert die CDU

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber verärgert mit seiner Weigerung, seine Pläne für die Zeit nach einem möglichen Regierungswechsel offen zu legen, die Schwesterpartei CDU. Für das zentrale Anliegen der Union, Wachstum und Beschäftigung zu schaffen, fehlt Kanzlerkandidatin Angela Merkel in ihrem geplanten "Kompetenzteam" bislang eine überzeugende Persönlichkeit. Merkel hatte Stoiber vor einigen Wochen in einem internen Gespräch vergebens gebeten, nach einem Wahlsieg Mitglied der Bundesregierung zu werden. "Es wäre für uns alle einfacher, wenn Stoiber seine Ambitionen offen legen würde", sagte CDU-Präsidiumsmitglied Dagmar Schipanski dem SPIEGEL. Auch der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm äußerte Unverständnis über Stoibers Zaudern. "Man kann den Wahlkampf besser führen, wenn zentrale Personalfragen geklärt sind", sagte der CDUPolitiker. Die CSU setzte unterdessen durch, dass die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Gerda Hasselfeldt die Themen Verbraucherschutz und Landwirtschaft repräsentieren soll. Die 55-Jährige war bereits zur Zeit der Regierung Kohl Bau- und Gesundheitsministerin.