Kurzer Wahlkampf bringt Parteien Millionenersparnis
Durch die vorgezogene Bundestagswahl im September sparen die Parteien Millionen. Hauptgrund ist der kurze Wahlkampf, der dazu führt, dass die Parteien weniger Geld für Auftritte, Saalmieten, Politikerreisen und andere Spesen ausgeben müssen. Der Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter ist zudem der Überzeugung, dass auch die Kampagnen billiger würden. "Es wird auf keinen Fall einen teuren Agenturwahlkampf geben", sagt Oberreuter, "denn die Werbe-Profis brauchen normalerweise einige Monate, um ihre Kampagnen vorzubereiten." Dazu aber fehle die Zeit. Tatsächlich liegen schon die Budgets von CDU/ CSU und SPD um drei Millionen beziehungsweise zwei Millionen Euro unter den Kosten des vergangenen Bundestagswahlkampfs. Die Union plant mit 23 Millionen Euro, die SPD mit 25 Millionen. Zudem erhalten die Parteien nach der Wahl ein Jahr früher den gesetzlich festgelegten Wahlkampfzuschuss - 85 Cent für jede der ersten vier Millionen Wählerstimmen und 70 Cent für jede weitere.