GTZ veröffentlicht Reiseführer zum Schutz vor Frauenhandel
Einen russischsprachigen "Deutschlandreiseführer für Frauen", der sich an potentielle Opfer von Menschenhändlern richtet, hat die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit entwickelt. Pragmatisch erklärt "Der etwas andere Reiseführer", wie man nach Deutschland kommt - ob über die offizielle oder die grüne Grenze. Die Osteuropäerinnen, die in Deutschland großteils als Au-pair-Mädchen oder Prostituierte arbeiten, sollen sich mit dem Reiseführer gegen Menschenhändler wappnen, indem sie etwa eine Passkopie zu Hause hinterlegen, feste Anruftermine und eine fiktive Tante verabreden, die sie im Fall einer Bedrohung grüßen. Das Buch ist Teil eines Präventionsprojekts mit dem Titel "Aufbau und Erweiterung der Aufklärungsnetzwerke zum Frauenhandel in der Ukraine". Gemeinsam mit einem Schulungsfilm, welcher realitätsnah Razzia, Abschiebehaft und Zufluchtswohnung zeigt, soll das Kompendium von ukrainischen Organisationen an die jugendliche Zielgruppe gebracht werden.