Die Eltern der verhungerten Jessica bauten offenbar eine Stromfalle für das Kind
In den Ermittlungen gegen die Eltern der verhungerten Jessica, gegen die am Mittwoch vor dem Hamburger Landgericht der Prozess beginnt, sind neue grausige Details aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Vater Burkhard M. für das Kind eine Stromfalle konstruierte, um womöglich einen Haushaltsunfall oder den natürlichen Tod des Mädchens vorzutäuschen. Der Vater, so der Vorwurf, habe im Kinderzimmer an einem Lichtschalter ohne Verkleidung einen etwa 15 Zentimeter langen Kupferdraht angebracht, der unter Strom stand. Laut eines Gutachtens gehörte dieser Draht nicht zum Schalter und wurde dort extra installiert. Auf dem Fußboden, wo ein Kind stehen würde, um den Schalter anzufassen, habe er zudem den Teppich und das darunterliegende Linoleum entfernt.
Die Mutter Marlies Sch. hat zudem ausgesagt, sie habe, als sie mit Jessica schwanger war, versucht, die Frucht selbst mit einem Schraubenzieher abzutreiben. Ihr Ex-Mann berichtete davon, dass sie ihrem Sohn als Baby den Schnuller mit einer Stoffwindel um den Kopf im Mund festgebunden habe, damit er aufhöre zu schreien.