TUI plant Umbau der Kreuzfahrtsparte
Der geplante Ausbau der Containersparte beim Touristikkonzern TUI soll dem Ferienmulti nicht nur zusätzliche Gewinne im Frachttransport bescheren. Klappt die angekündigte Übernahme der kanadischen Reederei CP Ships, wollen die TUI-Manager als Nächstes auch einen anderen Geschäftszweig ihres weltweiten Imperiums aufwerten, den Kreuzfahrtableger. Das anspruchsvolle Angebot an Luxustörns für Gutbetuchte in die Karibik oder Antarktis wird bislang von der Hamburger TUI-Tochter Hapag- Lloyd mitverwaltet, die demnächst mit CP Ships verschmolzen werden soll. Doch während Konkurrenten wie Carnival, Norwegian Cruise Line oder Royal Caribbean mit ihren Spaßdampfern schöne Gewinne einfahren, dümpeln die Ergebnisse bei den TUI-Flaggschiffen MS "Europa", "Columbus", "Hanseatic" oder "Bremen" bislang dahin. Das soll sich ändern. Bekommt TUI den Zuschlag, soll nach Auskunft von Konzern- Insidern die Kreuzfahrtsparte bei Hapag-Lloyd abgetrennt, der TUI-Hotelsparte zugeschlagen und gründlich aufgemöbelt werden. Einen neuen Steuermann für das diffizile, aber potentiell einträgliche Geschäft haben die TUI-Manager schon an Bord geholt, den ehemaligen Seetours-Marketingchef Richard Vogel. Der Tourismusexperte, der als Erfinder des Clubschiffs "Aida" gilt, soll verstärkt jüngere Kunden auf die Luxuskreuzer locken.