Bundeswehr-"Tornados" nach Afghanistan? - DER SPIEGEL
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Bundeswehr-"Tornados" nach Afghanistan?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Bundeswehr erwägt die Entsendung von "Tornado"-Jets nach Afghanistan. Zur Unterstützung der Nato-geführten internationalen Friedenstruppe (Isaf) könnten vier bis sechs Maschinen des Aufklärungsgeschwaders 51 aus Jagel bei Schleswig an den Hindukusch abkommandiert werden, so die Überlegungen im Berliner Verteidigungsministerium. Eine konkrete Planung für den "Tornado"-Einsatz gebe es zwar "zurzeit" nicht, hieß es vorige Woche im Wehrressort, und auch bei der beabsichtigten Ausweitung der Afghanistan-Mission im Herbst sei die Verlegung von Jets noch nicht vorgesehen. Die Militärführung wolle aber für die Zukunft eine "Option" auf die Stationierung der mit Kameras und Infrarotsensoren bestückten Flieger offen halten. Tatsächlich haben Spezialisten der Luftwaffe schon erkundet, wo die "Tornados" stationiert werden könnten. So besuchten sie das usbekische Termes, wo bereits deutsche Transportflieger und Hubschrauber stehen, sowie Masar-i-Scharif im Nordwesten Afghanistans. Dort will die Bundeswehr einen Stützpunkt beziehen. Allerdings wird der Bundestag voraussichtlich erst Mitte Oktober darüber entscheiden. Geplant ist, den bisher auf die Regionen Kabul, Kunduz und Faizabad beschränkten Einsatz nach Westen auszudehnen und die Truppenstärke des deutschen Isaf-Kontingents von 2250 auf 3000 Soldaten zu erhöhen.