Fischer steuert jetzt auch "starke Opposition" an - DER SPIEGEL
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Fischer steuert jetzt auch "starke Opposition" an

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat der grüne Spitzenkandidat Joschka Fischer in einem Gespräch mit dem SPIEGEL die Fixierung auf das Wahlziel Rot-Grün gelockert. "Wir haben zwei Ziele. Wir wollen als Grüne so stark wie möglich werden für die Fortsetzung der rot-grünen Koalition oder eine starke grüne Opposition", sagte er. "Wir kämpfen darum, die Alternative klar zu machen." Dass Rot-Grün die Wahl schon verloren habe, stritt der Außenminister gleichzeitig entschieden ab: "Ausgeschlossen ist gar nichts innerhalb der Grenzen von Sein und Nichts." Fischer schloss eine Koalition von Bündnis 90/Die Grünen mit der CDU kategorisch aus. "Die Grünen sind keine Partei der Beliebigkeit. Als Funktionspartei verliert man seine Seele", sagte Fischer. Insofern lehne er Schwarz-Grün ab, weil er "kein Selbstmörder" sei. "Die Positionen von Angela Merkel und Paul Kirchhof sind mit uns Grünen nicht vereinbar."