Bundesanwaltschaft will Islamisten anklagen / V-Mann half, Attentat auf damaligen Irak-Premier zu verhindern - DER SPIEGEL
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Bundesanwaltschaft will Islamisten anklagen / V-Mann half, Attentat auf damaligen Irak-Premier zu verhindern

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Die Bundesanwaltschaft hat einen vermeintlichen Mordanschlag auf den irakischen Premier Ijad Alawi auch mit Hilfe eines V-Mannes in der Islamisten-Szene verhindert. Bei den Ermittlungen gegen drei irakische Islamisten aus Berlin und Süddeutschland, die im vergangenen Dezember ein Attentat auf den Politiker geplant haben sollen, hatte der mecklenburg-vorpommerische Verfassungsschutz einen VMann an den Hauptverdächtigen herangeführt, der dem Geheimdienst von dem Plan berichtete.

Mit den Aussagen des V-Mannes will die Bundesanwaltschaft jetzt beweisen, dass die mittlerweile verhafteten Männer vorhatten, Alawi bei dessen Besuch in Berlin zu töten. Die Anklage soll noch in diesem Jahr fertig werden. Nach Angaben des V-Mannes hatten die Islamisten codiert über ihr Vorhaben gesprochen und ihre Absicht mit "Hochzeit" oder "Essenseinladungen" umschrieben. Dabei waren sie rund um die Uhr observiert worden. Anders als bisher bekannt, haben die Verdächtigen den angeblichen Attentatsplan allerdings offenbar selbst aufgegeben, weil sie keine Chance sahen, ihr Ziel tatsächlich zu erreichen.