Fingerabdruck-Scanner siegt in biometrischer Testreihe
Ein System, das Fingerabdrücke scannt, hat beim bislang größten staatlichen Praxistest verschiedener biometrischer Verfahren am besten abgeschnitten. Ziel der Untersuchung von Bundeskriminalamt und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik war es, die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen neuen Techniken zu vergleichen und festzustellen, welche sich am besten für die Verwendung in Pässen eignen. Mehr als 2000 Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen testeten vier Monate lang vier verschiedene Systeme: Gesichtserkennung, Iriserkennung sowie zwei Verfahren, Fingerabdrücke zu identifizieren.
Dabei waren die biometrischen Informationen der Testpersonen in einer Datenbank gespeichert, das Prüfsystem sollte den Zugang nur freigeben, wenn die Daten mit den tatsächlichen Merkmalen übereinstimmten. Die geringsten Fehlerraten hatte das System der Hamburger Firma Dermalog, das beide Zeigefinger scannt. Auch das zweitplatzierte System nutzte Fingerabdrücke. Auf dem dritten Platz landete ein Verfahren zur Gesichtserkennung - noch dieses Jahr sollen solche Informationen in deutsche Reisepässe integriert sein. Am schlechtesten funktionierte in diesem Praxistest die Iriserkennung. Auch EU-Visa sollen künftig biometrische Merkmale enthalten, die Ausschreibung für ein Fingerabdrucksystem mit einem Volumen von knapp 100 Millionen Euro läuft bereits.