Berliner Terrorabwehrzentrum kritisiert Hamburger Fahndung
Erhebliche Kritik an der Hamburger Großfahndung nach drei zunächst terrorverdächtigen jungen Männern haben die Sicherheitsbehörden des Bundes und mehrerer Bundesländer geäußert. Die Hanseaten hatten das Berliner Terrorabwehrzentrum, das Bund und Länder seit der Jahreswende betreiben, erst kurz vor Beginn der Aktion am Donnerstagnachmittag vorvergangener Woche informiert - und damit jede Beratung verhindert. Das Zentrum soll unter anderem den Informationsaustausch in Krisensituationen wie jener in Hamburg verbessern. Die Pleite an der Alster wird nun voraussichtlich in einer Sonderbesprechung in Berlin thematisiert. Auch die Bundesregierung, die erst spät in Kenntnis gesetzt wurde, moniert das unabgesprochene Vorgehen von Innensenator Udo Nagel (parteilos). Peinlich für die Fahnder: Die angeblichen Tschetschenen stellten sich als gebürtige Inguschen heraus - und waren offenkundig unschuldig.