IG-Metall-Chef Peters plädiert für politisches Bündnis "links der Mitte" - DER SPIEGEL
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IG-Metall-Chef Peters plädiert für politisches Bündnis "links der Mitte"

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IG-Metall-Chef Jürgen Peters plädiert für ein politisches Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei. "Ich glaube fest an den Satz des früheren SPD-Vorsitzenden Willy Brandt, dass es in Deutschland eine Mehrheit links der Mitte gibt", sagte Peters dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "SPD und Grüne waren eine Zeit lang auf gutem Wege, Brandts Vision zu erfüllen", sagte er. Dann aber habe die SPD mit ihrer Politik der Agenda 2010 ein "politisches Vakuum" auf der Linken geschaffen, das nun die Allianz aus WASG und PDS fülle. "Von der Rente über das Steuersystem bis zum Tarifrecht vertritt die Linkspartei nachvollziehbare Positionen, die das politische Spektrum der Bundesrepublik ohne Zweifel bereichern", so Peters zum SPIEGEL.

Scharf kritisierte der IG-Metall-Chef zugleich die Festlegung der SPD-Führung, unter keinen Umständen mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten. "Ob diese Festlegung von Dauer ist, wage ich zu bezweifeln", sagte Peters. "Grundsätzlich muss jede gewählte demokratische Partei mit jeder anderen koalieren können; das gilt auch für SPD und Linkspartei." Weiter warnte der IG-Metall-Chef Union und FDP davor, ihre Pläne zur Reform des Tarifsystems und zur Erleichterung betrieblicher Bündnisse für Arbeit zu verwirklichen. "Wenn die beiden Parteien umsetzen, was sie in ihren Wahlprogrammen ankündigen, bedeutet das nichts anderes als die mutwillige Zerstörung der Sozialpartnerschaft", so Peters. "Wer das bewährte System des Flächentarifs sprengt, provoziert zwangsläufig betriebliche Konflikte - und zwar in einem Ausmaß und einer Schärfe, wie sie in der Bundesrepublik bisher unbekannt waren."