Phoenix-Anlegerkapital im Ausland entdeckt
Im Skandal um den insolventen Finanzdienstleister Phoenix Kapitaldienst führen wichtige Spuren ins Ausland. Dort liegen viel mehr Anlegergelder als bislang bekannt. "Wir haben in Finnland 48 Millionen Euro und in Dubai eine halbe Million Euro gefunden", bestätigt eine Sprecherin des Insolvenzverwalters. Unter anderem unterhielt Phoenix zwei Konten bei der Nordea Bank Finnland. Bei dem Frankfurter Finanzdienstleister hatten rund 30.000 Anleger mindestens 500 Millionen Euro angelegt, von denen der Insolvenzverwalter bislang erst 232 Millionen sicherstellen konnte. Einen kleinen Teil des Geldes hatte das Pleiteunternehmen vermutlich auch in den Bahnhofsvermarkter First Rail Estate (FRE) investiert. Als Geschäftsführer von FRE fungierte ein Sohn des 2004 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Phoenix-Gründers Dieter Breitkreuz. FRE wollte der Bahn insgesamt 1016 Bahnhöfe abkaufen. Die Vereinbarung wurde aber inzwischen gekündigt. Ende Juli musste FRE ebenfalls Insolvenz .