MTU-Familiengesellschafter wollen den Beschluss von DaimlerChrysler zur Liquidation des Unternehmens anfechten - DER SPIEGEL
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MTU-Familiengesellschafter wollen den Beschluss von DaimlerChrysler zur Liquidation des Unternehmens anfechten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Familiengesellschafter des Friedrichshafener Dieselmotorbauers MTU prüfen zurzeit, ob sie den Beschluss des Mehrheitseigners DaimlerChrysler zur Liquidation der Gesellschaft juristisch anfechten. Das meldet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe unter Berufung auf den Sprecher der Erbengemeinschaft, Albrecht von Brandenstein-Zeppelin. Der Urenkel des Luftschiffbauers Ferdinand Graf Zeppelin signalisiert zugleich Verhandlungsbereitschaft gegenüber dem Autokonzern. "Wenn DaimlerChrysler eine Einigung wünscht, ist sie von unserer Seite nach wie vor möglich", erklärt das MTU-Aufsichtsratsmitglied. Gleichzeitig rechtfertigt Brandenstein erneut die Entscheidung der MTU-Minderheitseigentümer, ihre Anteile an die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle zu verkaufen.

"Den Familiengesellschaftern geht es in erster Linie um Kontinuität und Stabilität für das Unternehmen", argumentiert der Vertreter der Erben, und beides sei mit Carlyle als Käufer am besten gesichert. Gegenüber dem SPIEGEL begründete er auch erstmals, warum er seine eigenen Anteile nach dem Vorbild anderer Großkonzerne im friesischen Steuerparadies Norderfriedrichskoog geparkt hat. "Ich investiere nun mal sehr viel in Start-up-Unternehmen", bekennt der gelernte Jurist."