ARD-Programmdirektor bezichtigt Ex-Bavaria-Chef der Lüge
Die Schleichwerbeaffäre rund um die Münchner Produktionsfirma Bavaria ("Marienhof") wird zur persönlichen Schlammschlacht: Nachdem der mittlerweile fristlos gekündigte Bavaria-Chef Thilo Kleine ARD-Programmchef Günter Struve am Wochenende unter anderem vorwarf, dieser habe höchstpersönlich auf eine "Zusatzfinanzierung durch Product Placement" für Filme der ARD-Tochter Degeto gedrängt, schießt Struve nun scharf zurück. "Der Zitierte hat sich bereits in den letzten Monaten durch eine ganze Kette von Halb- und Unwahrheiten hervorgetan und seiner Märchensammlung nun ein weiteres Kapitel hinzugefügt", so der ARD-Programmdirektor. "Seine Vorwürfe waren schon vor zwei Monaten bekannt und damals ebenso unwahr wie heute." Die ARD werde sich gegen die Anwürfe Kleines ("Struves moralische Erregung ist gespielt"), die zudem die ARD-Praxis bei der Deutschen Tourenwagen Masters und sogenannten Musik-Placements im "Marienhof" umfassen, eventuell auch juristisch zur Wehr setzen müssen, so Struve.