Peter Hartz im Visier der Staatsanwälte
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft, ob sie auch gegen den zurückgetretenen VW-Personalvorstand Peter Hartz ermittelt - wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue. Nach Kontounterlagen des entlassenen VW-Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer, die der SPIEGEL einsehen konnte, überwies der VW-Konzern Gebauer im Jahr 2000 als "Erstattung von Kosten" insgesamt 264.000 Euro, 2001 waren es 252.000 Euro, 2002 dann 208.000 und 2003 sogar 702.000 Euro. In dieses Jahr fiel der teuerste Ausflug der VW-Arbeitnehmervertreter. Er führte sie mit insgesamt vier Stationen nach Indien. Schon am ersten Aufenthaltsort nahmen einige Teilnehmer die Dienste von Prostituierten in Anspruch. Am nächsten Ort, zu dem sie mit dem VWFirmenflieger reisten, waren die Damen erneut anwesend. Sie waren per Linienmaschine hinterhergereist. Mehrmals im Jahr wurden über das Konto auch Ferienwohnungen an der Ostsee bezahlt. Die Unterkünfte, so behauptet Gebauer, hatten als Liebesnest für den zurückgetretenen Betriebsratschef Klaus Volkert gedient. Von Volkert und Hartz war dazu keine Stellungnahme zu erhalten.