EKD und polnische Kirchen gegen "Zentrum gegen Vertreibung"
In der Debatte um ein vom Bund der Vertriebenen und seiner Chefin Erika Steinbach geplantes "Zentrum gegen Vertreibung" stellen sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Polnische Ökumenische Rat gegen die Vertriebenen, die von Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel unterstützt werden. In einer Erklärung der Kirchen, die sie aus Anlass des 40. Jahrestags der sogenannten Ostdenkschrift herausgeben wollen, heißt es: "Die Einrichtung eines einzigen 'Zentrums gegen Vertreibung' in Berlin würde den bisherigen positiven Schritten auf dem deutsch-polnischen Weg der Versöhnung und der europäischen Dimension dieser Herausforderung nicht gerecht." Mit der Ostdenkschrift hatte die EKD im Oktober 1965 geholfen, den Weg freizumachen für eine Aussöhnung zwischen den einstigen Kriegsgegnern.