NPD setzt auf Wahlerfolge im Osten
Die rechtsextreme NPD setzt ganz auf den Osten und will sich nun nach dem durchwachsenen Abschneiden bei der Bundestagswahl auf die Landtagswahl in Mecklenburg- Vorpommern im kommenden Jahr konzentrieren. "Dort haben wir ernsthaft eine Chance, in den Landtag einzuziehen", glaubt der NPD-Vorsitzende Udo Voigt. "Deshalb wird das unser Schwerpunkt sein." Bei der Bundestagswahl am vorvergangenen Wochenende erreichten die Ultrarechten auf Landesebene hier immerhin 3,5 Prozent der Stimmen. Wenig Chancen sieht die Parteispitze dagegen bei den Wahlen im Westen. In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Berlin hoffen die Rechtsextremen deshalb noch auf ein Bündnis mit den Republikanern, denen in den neunziger Jahren zweimal der Einzug in den Stuttgarter Landtag gelungen war. Voigt kündigte dazu Gespräche mit den jeweiligen Landesverbänden der Republikaner an. Allerdings lehnt deren Bundesvorsitzender Rolf Schlierer ein Rechtsaußen-Bündnis bislang vehement ab. Schlierers Vorgänger Franz Schönhuber hingegen kandidiert am kommenden Sonntag bei der Nachwahl in Dresden als Direktkandidat � für die NPD, die im Rest Sachsens auf 4,9 Prozent kam.