Airbus will 1200 zusätzliche Entwickler einstellen – und einen Ableger in Indien gründen - DER SPIEGEL
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Airbus will 1200 zusätzliche Entwickler einstellen – und einen Ableger in Indien gründen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der größte europäische Flugzeugbauer Airbus will in den kommenden 18 Monaten 1200 zusätzliche Entwickler einstellen. Parallel dazu plant der Hauptwettbewerber des US-Konkurrenten Boeing zusätzlich zu seinen bereits vorhandenen Ingenieurzentren in den USA, Russland und China, auch in Indien einen Entwicklungs-Ableger zu gründen. Das kündigt der neue Airbus-Chef Gustav Humbert in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL an. In seinem ersten Interview mit einem deutschen Medium seit seinem Amtsantritt im Juni dieses Jahres geht Humbert ausführlich auf die Gründe für die verspätete Auslieferung des Großraumflugzeugs A380 ein. "Anfangs", bekennt der Airbus-Chef "war die A380 schlicht zu schwer." Außerdem hätten er und seine Kollegen die "Detailfreude" der Airlines bei der Gestaltung des Kabineninnenraums unterschätzt. Nach Aussagen Humberts ist bislang nicht geplant, Rückstellungen für Schadensersatzzahlungen an die betroffenen Fluggesellschaften zu bilden. "Das werden wir intern kompensieren", erklärte Humbert gegenüber dem SPIEGEL. Bei den Erstauslieferungs-Verzögerungen von sechs Monaten werde es bleiben. Die Maschine komme Ende 2006 – "nicht früher, aber auch nicht später". Die heftigen Personalquerelen im Vorfeld seiner Bestellung zwischen deutschen und französischen Anteilseignern, versichert der Airbus-Chef, seien inzwischen überwunden, auch wenn die öffentlich geführten Personaldebatten "niemandem gefallen" hätten. "Ich könnte mir sogar vorstellen", bekennt Humbert, "dass auf meinem Stuhl auch mal ein Amerikaner oder Asiate sitzen könnte."