Postengerangel vor SPD-Bundesparteitag - DER SPIEGEL
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Postengerangel vor SPD-Bundesparteitag

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der SPD bringt sich eine Reihe von Genossen in Stellung für den Bundesparteitag im November. Sowohl im Präsidium als auch im Parteivorstand deuten sich Kampfkandidaturen an. So könnte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck an die Stelle von SPD-Vize Wolfgang Thierse rücken, wenn dieser sein Amt als Bundestagspräsident behält. Konkurrenz dürfte Platzeck jedoch durch den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit erwachsen, der ebenfalls Ambitionen auf einen Stellvertreterposten erkennen lässt.

In zwei Fällen steht ein bereits angekündigter Rückzug in Frage: Wolfgang Clement lotet derzeit die Unterstützung seines NRWLandesverbands für eine erneute Kandidatur als stellvertretender Parteivorsitzender aus. Hoffnungen auf die Clement-Nachfolge hatten sich bisher die Ex-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel gemacht. Auch die Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier will, entgegen früheren Ankündigungen, ihr Amt noch zwei Jahre lang behalten - und nicht an die Finanzexpertin Barbara Hendricks übergeben. Obschon sie als nicht sonderlich beliebt gilt, hat sich die 69-jährige Wettig- Danielmeier mit ihrer Hartnäckigkeit parteiweiten Respekt erworben. Als ungefährdet gelten Parteichef Franz Müntefering sowie seine Stellvertreter Kurt Beck und Ute Vogt.