VW-Aufsichtsratschef Piëch will nicht weichen - DER SPIEGEL
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VW-Aufsichtsratschef Piëch will nicht weichen

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Ferdinand Piëch will seinen Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrats beim VW-Konzern nicht aufgeben, sondern auf jeden Fall bis zum Ende der Laufzeit 2007 im Amt bleiben. "In meiner Karriere haben schon einige versucht, mich rauszudrängen", sagte Piëch dem SPIEGEL, "es ist noch keinem gelungen." Mehrere Aufsichtsräte wollen Piëch auf der Sondersitzung des Gremiums am Montag zum freiwilligen Verzicht bewegen, weil Interessenkonflikte wegen dessen privater Unternehmensbeteiligungen an Porsche und dem Autohaus Porsche Holding drohen. Die Kritiker hätten auch schon eine Alternative in petto: Der einstige Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der seit längerem auch als VW-Aufsichtsrat wirkt, könnte den Vorsitz im Kontrollgremium übernehmen. Doch Piëch kann nicht aus dem Amt gedrängt werden, weil es dafür derzeit keine Mehrheit im Aufsichtsrat gibt. Die zehn Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, sagte einer von ihnen dem SPIEGEL, stünden geschlossen hinter Piëch.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat Porsche unterdessen angeboten, dass der Wolfsburger Konzern den Stuttgartern den Erwerb weiterer 3,4 Prozent VW-Aktien ermöglichen könnte. Porsche hat bereits 18,5 Prozent Aktien und eine Option auf weitere 3,4 Prozent. VW könnte eine Kapitalerhöhung in entsprechendem Umfang durchführen, bei der andere Anteilseigner vom Erwerb der Aktien ausgeschlossen würden. Wenn Porsche insgesamt 21,9 Prozent der VW-Aktien besitzt, wollen die Stuttgarter nicht nur zwei, sondern drei Sitze im Aufsichtsrat des Konzerns beanspruchen. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking möchte, um die Wolfsburger Kollegen nicht zu stark zu düpieren, als dritten Vertreter neben sich und seinem Finanzvorstand Holger Härter nicht noch einen weiteren Porsche-Vorstand vorschlagen, sondern einen Vertrauten des Unternehmens.