Sachsens CDU will mehr Patriotismus
Im Kampf gegen die NPD setzt die CDU in Sachsen verstärkt auf Patriotismus. Laut Leitantrag für den November-Parteitag der sächsischen Union soll etwa das Erlernen der Nationalhymne in die Lehrpläne der Grundschulen aufgenommen werden. Das Singen der Hymne müsse überdies "eine Selbstverständlichkeit bei öffentlichen Veranstaltungen werden", heißt es in dem CDU-Papier. Die NPD konnte bei der Bundestagswahl ihr Ergebnis im Freistaat von 1,4 Prozent im Jahr 2002 auf 4,8 Prozent steigern. Bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr kamen die Rechtsextremen auf 9,2 Prozent, die CDU verlor fast 16 Prozent und büßte ihre absolute Mehrheit ein. Der christdemokratische Ministerpräsident Georg Milbradt sah sich deshalb heftiger innerparteilicher Kritik ausgesetzt und beauftragte den früheren Wissenschaftsminister Matthias Rößler, Thesen zum Thema Patriotismus zu formulieren, um die NPD einzudämmen. Im CDU-Leitantrag heißt es dazu jetzt: "Patriotismus braucht Symbole, Institutionen und Traditionen, damit er auch emotional wirksam werden kann."