Verbraucherschützer fordern Warnhinweise für Pommes frites - DER SPIEGEL
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Verbraucherschützer fordern Warnhinweise für Pommes frites

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein Bericht des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung über Acrylamid in Pommes frites, Kartoffelchips oder Keksen stützt die schon länger erhobene Forderung von Verbraucherschützern, dass solche stark erhitzten Lebensmittel gekennzeichnet werden sollten. Von der Substanz, die bei hohen Temperaturen - etwa beim Frittieren - entsteht, gehe ein "ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko" aus, schreiben die Berliner Risikoforscher.

Die Organisation Foodwatch plädiert deshalb für eine Farbskala auf den Verpackungen - Dunkelrot für hohe Acrylamid- Werte, Grün für niedrige -, um den Konsumenten die jeweilige Belastung anschaulich zu machen.

Gesetzlich verbindliche Warnhinweise, wie sie derzeit der US-Bundesstaat Kalifornien für Pommes frites und Kartoffelchips gerichtlich durchsetzen will, sind nach dem europäischen Wettbewerbsrecht nicht möglich. Rund tausend Krebsneuerkrankungen jährlich gehen in Deutschland nach Angaben des Bundesinstituts auf Acrylamid zurück.