VW will Schadensersatz von Ex-Betriebsratschef Volkert
Auf Klaus Volkert, den wegen der Affäre um Lustreisen und Tarnfirmen zurückgetretenen Betriebsratschef des VW-Konzerns, kommen Schadensersatzforderungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro zu. Die VW-Revision stellt eine Liste jener Reisen zusammen, die Volkert mit seiner brasilianischen Geliebten Adriana Barros unternommen hatte und sich über den Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer vom Konzern bezahlen ließ. Allein eine Reise auf die Inselgruppe der Andamanen, bei der noch vier weitere Personen teilgenommen hatten, soll über 150.000 Euro gekostet haben. Schwieriger wird es in anderen Fällen, die genaue Schadensersatzforderung zu beziffern. Laut Aussage Gebauers vor der Braunschweiger Staatsanwaltschaft soll Volkert vor seinen Treffen mit Frau Barros von dem Personalmanager in 40 bis 50 Fällen Bargeld in Höhe von 10.000 bis 15.000 zunächst Mark, später Euro erhalten haben. Ebenso habe er bei einem Juwelier Schmuck gekauft, den Volkert seiner Ehefrau von den Reisen nach Brasillien mitgebracht habe - laut Kreditkartenabrechnungen in den Jahren 2000 und 2002 für insgesamt 33.307,03 Euro. Vermutlich gar nicht zu ermitteln sind die Summen, die Gebauer im Lauf der Jahre für zahlreiche Prostituierte ausgegeben hat.