Neue Ermittlungen gegen "Cicero"-Journalisten - DER SPIEGEL
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Neue Ermittlungen gegen "Cicero"-Journalisten

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Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den Journalisten Bruno Schirra eingeleitet. Dabei geht es um zwölf Umzugskartons voller Akten, die die Ermittler Mitte September bei einer Durchsuchung in Schirras Wohnung gefunden haben. Unter dem Material befinden sich Dokumente zur sogenannten Leuna-Affäre, aber auch geheime Papiere des Bundessicherheitsrats sowie ein Dossier des Bundesnachrichtendienstes über den Geschäftsmann Dieter Holzer, das als "Verschlusssache - amtlich geheim gehalten" eingestuft ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen Verdachts des Verrats von Dienstgeheimnissen, Schirra wird der Beihilfe verdächtigt. Dagegen werden die Ermittlungen gegen den unbekannten Informanten, der dem Journalisten ein Bericht des Bundeskriminalamts über den Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi zugespielt hatte, vermutlich eingestellt. Da Delikte nach dem Brandenburgischen Pressegesetz nach sechs Monaten verjähren, trete die Verjährung auch im Fall "Cicero" "spätestens mit Ablauf des 30.09.2005 ein", heißt es in einem internen Schreiben der Potsdamer Staatsanwaltschaft an das BKA. Damit würden die Ankläger nur noch gegen Schirra und den "Cicero"-Chefredakteur Wolfram Weimar ermitteln.